Johannesburg
Johannesburg, Südafrikas größte Stadt, entstand innerhalb weniger Jahre – kurz nachdem man 1886 die Goldfelder des Witwatersrand entdeckt hat. Heute ist Johannesburg internationaler Verkehrsknotenpunkt, Zentrum des Handels, der Finanzwelt und des südafrikanischen Bergbaus. Es erwartet Sie eine geschäftige und faszinierende Millionenstadt, die buchstäblich auf einem Fundament von Gold errichtet wurde.

Pretoria
Pretoria, eine Stadt breiter, baumgesäumter Straßen und weiter Grünflächen, liegt nördlich von Johannesburg. Sie ist Südafrikas Verwaltungshauptstadt. Hier haben Regierungsstellen und Provinzbehörden ihren Sitz, außerdem zwei Universitäten und mehrere wissenschaftliche Institute. Daneben hat Pretoria seinen Gästen eine Vielzahl von Museen, Theatern und Kunstgalerien zu bieten. Beste Zeit für einen Besuch in Pretoria ist der Frühling im Oktober und November. Dann nämlich zeigen Zehntausende von Jakarandabäumen ihre wunderschöne violette Blütenpracht entlang den Straßenrändern, weshalb die Stadt auch gemeinhin Jakaranda City heißt. An dem Hang des die Stadt überragenden Meintjies Hill, liegen die Union Buildings, seit 1913 der offizielle Sitz der Regierung.

Pilanesberg Nationalpark
Der Pilanesberg Nationalpark ist das drittgrößte Wildreservat südlich des Limpopo und deckt ein Gebiet von 55 000Ha. Die tiefe Eindrücke hinterlassende Landschaft des Pilanesberg ist Resultat vulkanischer Aktivitäten, die das Gebiet über zwölf Millionen Jahren erschütterten. Die Höhen des Pilanesberg sind nichts anderes als verwitterte Reste eines uralten Kraters, in dessen Zentrum der hübsche Mankwe Lake liegt. Die Vegetation des Pilanesberg ist typisch für das Buschveld - dichte Galeriewälder, hügelige Savanne und zwischendrin wuchtige Granitfelsennasen. Es gibt die „Big Five“ zu sehen und dazu mehr als 360 Vogelsorten.

Sun City & Lost City
Der Hotel- und Spielkasino-Komplex zählt zu den größten Touristenattraktionen des südlichen Afrika. Sein afrikanische Themen illustrierender Abenteuerpark – The Lost City, löst bei Jung und Alt Entzücken aus. Rund ums Thema “Wasser” gruppieren sich Attraktionen wie das Valley of Waves, ein Wellenbad, in dem zwei Meter hohe Wellen erzeugt werden, oder der Temple of Courage (Tempel der Mutigen), ein 70 -Meter Turm mit Wasserrutsche. Der künstlich geschaffene Waterworld–See ist ein Paradies für Liebhaber des Wassersports. Vom Windsurfen und Wasserskifahren bis zum Parasailing ist alles drin.
Sun Citys Spielkasino ist weltweit eines der größten. Die Superbowl Arena im Entertainment Centre hat schon viele internationale Stars begrüßt, unter ihnen Frank Sinatra, Rod Stewart, Bryan Adams und Elton John.
Bars, Kinos und Live Shows machen für die Besucher von Sun City die Nacht zum Tag. Die Restaurants kommen mit ihrem Angebot jedem Geschmack und Geldbeutel entgegen.
Lost City, eine afrikanische Phantasie, besteht aus 26Ha Dschungel, der von Wasserläufen und Fußwegen durchzogen wird. Es gibt etwa 1 Million Pflanzen – von der Orchidee bis zur Palme und vom unscheinbaren Farn bis zum stolzen Baumriesen. Die Besucher bewegen sich inmitten von hin- und her schwirrenden Tropenvögeln und anderen Tieren.

Krügerpark
Eines der größten und bekanntesten Wildschutzgebiete der Welt, umfasst der Krüger-Nationalpark ein Gebiet von 19500 Quadratkilometern im Buschveld des östlichen Transvaal. Natürlicher Lebensraum von hunderten Tierarten und Vögeln. Löwen, Elefanten, Giraffen, Krokodile, Paviane, Zebras und viele Arten Antilopen in großer Zahl sind einige Tiere, die man im Laufe eines Tages bei geruhsamen Fahrten über die Straßen, die sich zwischen Rastlagern, Wasserlöchern und Weidegründen hin- und herziehen, ausmachen kann.
Aber nicht allein die Tiere und Vögel verhelfen dem Krügerpark zu seiner bezaubernden Atmosphäre. Auch Landschaft und Vegetation spielen dabei ihre Rollen. Die ganze Gegend ist ein gigantischer Park mit Büschen und Bäumen, Felsnasen, gelegentlich eine Hügelkette und Wasserläufen, die von dichtem dunklem Grün gesäumt sind und sich durch das schier endlose Meer aus schimmerndem Busch ziehen.

Lesotho
Als Shakas Zulu-Truppen im 19. Jahrhundert auch das Hochland von Lesotho besetzen woll­ten, kam es zu heftigen Kämpfen. Der Sothokönig Moshoeshoe schaffte es jedoch, Sotho- und Nguni-Verbände zusammenzuschließen, wodurch mit vereinten Kräften die Zulus zurück­gedrängt werden konnten. Seit 1868 unter britischer Schutzherrschaft, erhielt das Land 1966 die Unabhängigkeit. Staatsform ist die Monarchie unter König Latsie III. - Mit 30.355 qkm ist Lesotho eines der klein­sten Länder Afrikas. Das Land ist gebirgig und der einzige Staat der Erde, dessen gesamte Fläche mehr als 1000 m über dem Meeresspiegel liegt. Es wird auch als Dach Südafrikas bezeichnet. Die höchste Erhebung ist der Thabana-Ntlenyana (3482m) in den Drakensbergen.

Swaziland
1903 kam das Königreich der Swazi zwar unter britische Oberhoheit, das traditionelle Herr­schaftssystem blieb aber auch während der Kolonialzeit weitgehend intakt: Die Regierungs­gewalt lag in den Händen der königlichen Familie und eines gewählten Beraterstabes. Seit 1968 ist Swaziland unabhängig. Das parlamentarische Regierungssystem lehnt sich auch wei­terhin an traditionelle Vorbilder an. Das Land (17.364 qkm) weist vier Landschaftszonen auf, so dass auf dem relativ kleinen Raum reizvolle Kontraste anzutreffen sind: Das Highveld (900-1800m), das Middleveld (350-1050m), das Lowveld (60-700m) und die Lebombo Range (270-810m).

Die Drakensberge

Die Drakensberge sind die größte Bergkette im Lande. Sie umgrenzen die Hochebene Südafrikas und erstrecken sich vom Nordosten Transvaals bis zum Ostkap. Besonders eindrucksvoll ist der Mittelteil mit seiner schroffen Berglandschaft.
Das Zuluwort für Berge ist Quathlamba, eine "Barriere aus Speeren". Auch die ersten holländischen Siedler gaben dieser Bergkette einen passenden Namen: Drachengebirge.
Die Drakensberge entstanden vor etwa 300 Millionen Jahren durch aufeinanderfolgende Ablagerungen. Zuerst hat ein tiefes Binnengewässer dicke Erdablagerungen verursacht. Der Wind überdeckte diese dann mit Sand. Schließlich wurden die schroffen höheren Bereiche mit Lava überdeckt. Während der darauffolgenden 140 Millionen Jahre wurde die harte Lavakruste erodiert und 200 km landeinwärts zurückgedrängt. So entstand diese außergewöhnliche Bergkette.
Die Pflanzenwelt richtet sich nach dem Mutterboden, der Höhe ü.M. und der Lage. Weites Weideland überwiegt. Im Vorgebirge gibt es wunderschöne Proteasavanne und Naturwald und an den hohen Berghängen zähes Heidekraut und Buschwerk. Im Ganzen gibt es in den Drakensbergen 1 200 Pflanzen- und Blumenarten, die 43 Säugetier- und Vogelarten unterhalten, dazu viele andere kleine Tiere.
Das Drakensberger Klima bringt saisonbedingte Temperaturschwankungen. Im Sommer steigen die Höchsttemperaturen am Tage bis zu 30°C, während die Nächte warm sind. Tagestemperaturen im Winter können 22°C erreichen.


Hluhluwe/Umfolozi-Wildreservat
Zusammen mit Hluhluwe erstreckt sich das Umfolozi-Wildreservat über 96 000 ha. Der Umfolozi ist weltbekannt für die Breitmaulnashörner, die größte Anzahl in Afrika. Auch die Spitzmaulnashörner finden sich hier in der größten Dichte in Afrika. Es gibt im Umfolozi viele Buschböcke, Zebras, Gnus, Wasserböcke, Ducker (rötlich und grau), Steinböckchen, Bergriedböcke, Klipspringer, Impalas, Kuduantilopen, Nyalas, Büffel, Giraffen, Paviane, Warzenschweine, Fleckenhyänen, Schabrackenschakale, Geparden und Leoparden. Auch Löwen gibt es im Reservat wieder.
Das Gebiet liegt zwischen dem Weißen- und dem Schwarzenumfolozifluß. Inmitten der offenen Savanne, die Wildbesichtigung besonders begünstigt, kommen Waldungen vor mit Tamboti, Büffeldorn (ziziphus mucronata), Marula und Schirmdorn (acacia tortilis).

St Lucia
Das einzigartige St Lucia-Sumpfgebiet ermöglicht es dem Besucher, stundenlang auf Entdeckungen und Abenteuer auszugehen.
Das St Lucia-Binnenmeer ist eine 60 km lange parallel zum Ozean gelegene Flußmündung. Die sehr schmale Öffnung zum Meer im Süden trägt zu der einmaligen Ökologie bei. Die Flußmündung ist ziemlich flach, während der Wasserspiegel und der Salzgehalt saisonbedingt schwanken. Der Wasserspiegel hängt ab von vier größeren Flüßen, von dem Wind und den angrenzenden Sümpfen und Pfannen, die langsam in das Binnenmeer sickern. Der Schatten, den der Sumpfwald den Flüssen und der Küste spendet, verringert die Verdunstung.
Die verschiedenartigen Tiere und Pflanzen in dieser Gegend sind abhängig von einer komplizierten Nahrungskette, die abhängig ist von der physischen, chemischen und biologischen Wechselwirkung um frisches Wasser und Nahrung. Krokodile, Schreiseeadler und Pelikane machen Jagd auf die größeren Fische. Diese wiederum verzehren Garnelen, die vom Zooplankton leben, das vom Pflanzenplankton abhängig ist. Dies gedeiht gut in der warmen sumpfigen Umgebung und ist die Grundlage für das verschiedenartige und reichhaltige Tierleben. Nachts nähren die Nilpferde sich von dem üppigen Pflanzenwuchs an der Küste. Ihr Mist ist ein gutes Düngemittel und sorgt für die Verbreitung wichtiger Nährstoffe.
In Küstennähe leben Nyalas, Buschböcke, Wasserböcke, Büffel, Riedböcke, Ducker, Suniböckchen, Steinböckchen und Wildschweine.
Ein Vogellieberhaber kann in diesem ornithologischen Paradies mit mehr als 400 Spezies viele interessante Beobachtungen machen, besonders in der Brutzeit.
Ein 120m hoher Dünenwald - der höchste in der Welt - ziert die ganze Küste des St Lucia-Meeres. In diesen Dünenwäldern gibt es eine erstaunliche Vielfalt tropische Pflanzen und Tiere. Zwischen den Dünen und den Sumpfwäldern im offenen Weideland gibt es hübsche Blumen und Buschwerk.
St Lucia ist eine der wenigen Gegenden in KwaZulu-Natal, wo gesundes Ncemagras gedeiht. Jedes Jahr kommen einige tausend Leute hierher, um sich dieses Gras zu schneiden. Es ist eine bedeutungsvolle Pflanze in der Zulukultur und wird für Sitz- und Schlafmatten verwendet.
Im Ganzen gesehen, bietet die Umgebung von St Lucia mit der außergewöhnlichen Flußmündung, den Mangrove- und Dünenwäldern und der angrenzenden Savanne gute Gelegenheit zur Küsten- und Dünenforschung.

Gartenroute
Entlang der Südküste Südafrikas - traditionell vom historischen Swellendam bis Humansdorp knapp westlich von Port Elizabeth - verläuft eine berühmte Straße, die als “Garden Route” bekannt ist.
Der spektakulärste Teil der Gartenroute liegt zwischen Mossel Bay und der Mündung des Storms River, eine Entfernung von etwa 225 km. Auf dieser Strecke windet sich die Straße zwischen Gebirgsketten und dem Meer. Die Gartenroute verzaubert jeden Besucher mit ihren Flüssen, Wäldern, berühmten Badeorten, Seen und eine Fülle wilder Blumen. Massige Gebirgszüge trennen die Küste vom Landesinnern. Landschaftlich reizvolle Pässe machen eine Reise ins Hinterland zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Westkap und Kapstadt
Endlose Strände und steile Klippen, mächtige Gebirge und herabstürzende Flüsse - das sind charakteristische Merkmale der Kapprovinz. Riesige Wälder und ein wahres Königreich der Blumen und Blüten prägen die Vegetation in diesem Gebiet.Kapstadt - 1652 von Jan van Riebeck als Verproviantierungsstation für die Schiffe der Niederländisch Ostindischen Compagnie auf ihrem Weg nach und von Osten gegründet. Kapstadt an der Südspitze Afrikas zählt zu den schönsten Städten der Welt. Es ist eingebettet zwischen Tälern, Küsten und den rauhen Gebirgsformationen des Tafelberges. Nicht weit entfernt, liegen die berühmten Weinbaugebiete des Boland und die Obstplantagen, deren Früchte in alle Welt exportiert werden. Wenige andere Plätze schließen so vieles auf so engem Raum ein. Die Kaphalbinsel - 51 km lang und 16km breit - ist ein ganzes Land in miniature.

Namaqualand
Namaqualand ist eine Gegend von ungewöhnlicher Schönheit,. Das ungeheuer weite Land wird durch hervortretende Granitschichten durchbrochen und bildet ein Mosaik der Kontraste. Während des größten Teils des Jahres verbirgt diese scheinbar dürre und desolate Landschaft ein wunderbares Geheimnis. In der langen Trockenzeit scheinen die Menschen, Pflanzen und Tiere mit verhaltenem Atem auf den Regen zu warten.
Und wenn sich mit den Regenfällen das Ende der heißen Trockenzeit und der Beginn des Frühlings ankündigt, beginnen plötzlich und scheinbar aus dem Nichts zarte Blumen aus den Spalten der Granitfelsen hervorzubrechen. In einem guten Jahr mit starken Regenfällen hat die Pracht ihren Höhepunkt in einem Mosaik von Blüten, das alle Hügel und Erhebungen, den sandigen Steppenboden und die Täler in Farbe taucht, wenn tausende von Blumen sich gegenseitig in ihrer Schönheit überbieten:
Margeriten, Mesembrianthemum, perennierende Kräuter, Aloen, Lilien und eine Vielzahl anderer Pflanzenarten bilden einen einzigartigen Teppich heimischer Frühlingsblumen wie er sich nirgendwo sonst findet.
An keiner anderen Stelle Südafrikas kann sich die Großartigkeit der Natur in ihrem Frühlingsgewand besser zur Schau stellen. Hier in Namaqualand, wo sich das Leben in seinem Eigentlichen und Friedlichsten zeigt, hat man die Gelegenheit, sich inmitten des großen Schöpfungsplans selbst zu erfahren.
Das harte Leben der frühen Siedler und Missionare, die dieses durstige Land mit Gottvertrauen und Mut erschlossen, wird einem hier vor Augen geführt. Den Besucher umgibt die farbenreiche Geschichte der Städte dieser Gegend, wo Spuren des frühen Bergbaus und des Lebens an der Grenze der Zivilisation die Phantasie beflügeln. Malerische Dörfer an der Küste laden zum Besuch und am Strand ein - während die Sonne über dem Atlantischen Ozean untergeht. Die herzliche Wärme und Gastfreundschaft der Bewohner wird zum Erlebnis.
Für jeden Naturliebhaber wird die Reise nach Namaqualand zum unvergesslichen Erlebnis werden. Als eines der letzten Gebiete unberührter Natur in Südafrika ist Namaqualand ein Ort, an den man gerne zurückkehren möchte, ein Ort der Entdeckung, des Mystischen und der Erinnerung.